Δευτέρα 8 Δεκεμβρίου 2008

Krawalle in Griechenland
Flammen, Verletzte, Festnahmen
In mehreren griechischen Städten haben sich Jugendliche die zweite Nacht in Folge Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Bei den Unruhen wurden nach Behördenangaben mindestens 40 Menschen verletzt. 13 Menschen wurden festgenommen.
[Bildunterschrift: Zweckentfremdet: Ein Autonomer setzt einen Feuerlöscher gegen Polizisten ein.] [Bildunterschrift: Ein Feuerwehrmann in der Nähe des Universitäts- geländes, wohin sich die Autonomen zurückzogen.]
Mehr als 30 Geschäfte und ein Dutzend Banken wurden von wütenden Autonomen in der griechischen Hauptstadt in Brand gesteckt. In Athen, dem nordgriechischen Thessaloniki und auf den Ferieninseln Kreta und Korfu lieferten sich Tausende Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Am Abend zogen sich in Athen mehr als 1000 Protestierer auf ein Universitätsgelände zurück, das die Polizei nicht betreten darf. Die Lage beruhigte sich daraufhin zeitweise, eskalierte aber später wieder. Nach Angaben des griechischen Fernsehens haben inzwischen die meisten Autonomen das Gelände des Polytechnikums verlassen. Auch in Thessaloniki warfen Demonstranten Brandsätze auf die Polizei, setzten eine Bank in Brand und verwüsteten Geschäfte.
Am Morgen ebbten die Proteste ab. Für den Abend und die kommenden Tage sind aber weitere Demonstrationen angekündigt. Aus Protest bleiben ferner alle Schulen geschlossen.
[Bildunterschrift: Die Gewalt richtet sich auch gegen Banken und Geschäfte. ]
Die Proteste dauerten den zweiten Tag an, nachdem am Samstag ein 15-Jähriger durch Schüsse eines Polizisten gestorben war. Der Jugendliche soll zu einer Gruppe gehört haben, die bei einer Demonstration ein Polizeiauto mit Steinen beworfen hatte - andere Augenzeugen bestreiten dies aber. Wegen des Todes des 15-Jährigen wurden zwei Polizisten festgenommen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, einem von ihnen werde vorsätzliche Tötung zur Last gelegt und dem anderen Beihilfe dazu.

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