Sorge um Grundnahrungsmittel
Chávez lässt Soldaten Reis-Fabriken besetzen
Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat das Militär angewiesen, vorübergehend die Kontrolle über Reis-Fabriken im Land zu übernehmen. Er warf den Betreibern vor, zu viel für das Grundnahrungsmittel zu verlangen. Die Firmen hielten sich nicht an die Preisvorgaben der Regierung.
Sollten die Firmeneigner nicht einlenken, werde er auch nicht vor Verstaatlichungen ihrer Fabriken zurückschrecken, warnte Chávez. "Ich habe damit kein Problem. Und ich werde ihnen dafür Anleihen geben. Erwartet nicht, dass ich ihnen Bargeld gebe." Venezuela baut Reis vornehmlich für den eigenen Bedarf an. Nur eine geringe Menge wird exportiert. Zu den führenden Reisverarbeitern zählt auch der US-Lebensmittelproduzent Cargill.
Chávez hat in der Vergangenheit bereits mehrere Firmen in die Hand des Staats überführt. Dank sprudelnder Einnahmen aus den Ölexporten konnte er die Eigentümer zu einem angemessenen Preis herauskaufen. Doch mittlerweile hat sich Öl dramatisch verbilligt, was den finanziellen Spielraum von Chávez erheblich einschränkt.
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